Es tut sich was im Gemeinderat. Die Freien Wähler fordern ein Verkehrskonzept für Kleinostheim, die CSU hat das gleiche vor und die SPD möchte eine Zukunftswerkstatt für die Gemeinde. Ich begrüße diese Vorschläge, denn genau das wollte ich mit meinem Vorstoß vor einem Vierteljahr erreichen, als ich kritisiert hatte, dass der Gemeinderat sich zu sehr von der Verwaltung bevormunden lässt und mehr eigene Initiativen entwickeln müsste.
Ein Verkehrskonzept für Kleinostheim hat die FDP schon lange gefordert und im Mai 2008 ein Konzept für die Regelung von Geschwindigkeiten und Vorfahrtsregelungen beantragt. Der Antrag wurde damals zwar behandelt, aber mehr als vage Begründungen, warum hier Tempo 30, dort Tempo 50 und anderswo verkehrsberuhigte Zonen sind, hatte der Antrag nicht zur Folge. Wenn nun Freie Wähler und CSU ebenfalls ein neues Konzept fordern, sehe ich größere Chancen dieses Mal zu einem wirklichen Ergebnis zu kommen. Ergänzend zum Antrag der Freien Wähler wird die FDP auf der nächsten Sitzung beantragen, auch eine einheitliche Tempo-30-Zone für ganz Kleinostheim in die Diskussion mit einzubeziehen. Außerdem sollte eine Radwegplanung für die Hauptverkehrsachsen im Ort mit angegangen werden. Auf der B 8 Rad zu fahren, ist derzeit viel zu gefährlich, und die Regelung in einem Teil der Goethestraße mit gleichzeitiger Nutzung des Gehsteiges für Radfahrer ist auch nicht das Gelbe vom Ei.
Was die Zukunftswerkstatt betrifft: Es hat nicht nur zur Jugendarbeit einmal ein solches Projekt gegeben - wie die SPD meint- sondern auch die Arbeitsgruppen, die 1999 – 2001 die Agenda 21 zum Inhalt hatten, können als eine Art Zukunftswerkstatt angesehen werden, auch wenn die Ergebnisse zweijähriger Arbeit weitgehend in der Versenkung verschwunden sind. Die FDP wird jedenfalls die genannten Anträge nach Möglichkeit unterstützen, wobei die Diskussion nicht nur auf den Gemeinderat beschränkt sein sollte.
Dieter Josten, Gemeinderat