Keine gute Nachricht für Kindergarten-Eltern
Vor etlichen Jahren entlastete der Freistaat Bayern die Familien bei den Kita-Gebühren: Die Elternbeiträge wurden für die gesamte Kindergartenzeit mit 100 Euro pro Kind und Monat bezuschusst. Ab 1 Januar aber ist damit Schluss: Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) wird reformiert: Das Geld wird nicht mehr den Eltern zukommen, sondern fließt ins „System“, d.h. die Träger sollen in Zukunft besser unterstützt werden. Wie das aussehen wird, weiß man nicht, aber z.B. für die Gemeinden als Träger könnte das wohl kostensenkend sein – was auch dringend notwendig ist, da die Kosten in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Aber für die Eltern heißt das, dass sie ab Januar 100 Euro monatlich mehr zahlen müssen. Entsprechend musste der Gemeinderat seine Gebührensatzung zähneknirschend anpassen. Immerhin wurde der Beschluss gefasst, dass für Geschwisterkinder jeweils 80 Euro weniger pro Monat zu zahlen ist.
Für das Ziel, dass alle Kinder den Kindergarten besuchen, ist der Beschluss der Landesregierung aber kontraproduktiv. Hohe Gebühren können Eltern abschrecken, was zu nicht belegten Betreuungsplätzen und fehlenden Einnahmen für die Träger führen kann, was wiederum zu noch höheren Beiträgen führen könnte.
Dieter Josten, Gemeinderat